Datum der Veranstaltung
06 / 08 / 2026 - Donnerstag 19:30
Standort
Veranstaltungstyp
Collegium 1704 & Luks
Glucks Oper Le Cinesi, aufgeführt vom weltberühmten Collegium 1704, wird das am besten erhaltene Barocktheater der Welt in einen Ort verwandeln, an dem musikalische Brillanz auf zeitgenössische Interpretation trifft.
Interpreten
Collegium 1704
Václav Luks - Dirigent, künstlerischer Leiter
Helena Hozová – Sopran
Monika Jägerová – Alt
Aneta Petrasová – Mezzosopran
Marek Žihla – Tenor
Programm
Christoph Willibald Gluck: Le Cinesi, Wq. 18
Collegium 1704
Das Collegium 1704 und das Collegium Vocale 1704, gegründet von Václav Luks, gehören zu den weltweit führenden Barockensembles. Im Jahr 2008 entstand der Zyklus „Musikbrücke Prag–Dresden“, der 2012 in einer Konzertreihe im Rudolfinum. Seit 2019 hat das Collegium Vocale 1704 einen eigener Kammermusikzyklus. Das Ensemble gastierte bei den Salzburger Festspielen, in der Berliner Philharmonie, im Theater an der Wien, im Wiener Konzerthaus, beim Lucerne Festival, im BOZAR, beim Chopin Festival, in der Elbphilharmonie, im Moskauer Zaryadye, in Versailles und beim Bachfest Leipzig. Im Jahr 2021 eröffnete es das Prager Frühling mit Smetanas „Mein Vaterland“. Bei den Opernprojekten knüpft es an die Erfolge von Händels „Rinaldo“ mit Inszenierungen von Myslivečeks „L’Olimpiade“ (IOA-Nominierung 2014), Vivaldis „Arsilda“ und Händels „Alcina“ (2022) an. Das Ensemble arbeitete mit B. Mehta an Glucks Orfeo ed Euridice (DVD), an der BBC-Dokumentation Mozart in Prag mit R. Villazón und an dem Film Il Boemo. Seine Aufnahmen wurden mit dem Diapason d’Or, den Trophées 2020 und dem Edison Klassiek 2021 ausgezeichnet.
Václav Luks
Václav Luks studierte an dem Konservatorium in Pilsen, der AMU und an der Schola Cantorum. Im Jahr 2005 gründete er das Collegium 1704 und das Collegium Vocale 1704, mit denen er bei Festivals und in Konzertsälen in Berlin, Wien, Salzburg, Brüssel, Amsterdam, Warschau und London auftritt und mit Solisten wie Kožená, Gauvin, Genaux, Piau, Jaroussky, B. Mehta, Mingardo, Plachetka und Scholl zusammen. Ihre Aufnahmen wurden mit den Trophées, dem Diapason d’Or und dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Luks hat maßgeblich zur Wiederbelebung der Werke von Zelenka und Mysliveček sowie zu den tschechisch-deutschen Kulturbeziehungen beigetragen. Mit dem Collegium 1704 nahm er die Musik zu Václavs Filmen Die Beichte des Vergessenen und Il Boemo auf und arbeitete mit den Regisseuren Decker, U. Herrmann, Moaty, Radok, Heřman, Pitínský und Havelka zusammen. Er arbeitet mit dem OAE, der Netherlands Bach Society, Akamus, Concerto Köln, La Cetra sowie mit der Tschechischen Philharmonie, dem Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo, NORK und SWR zusammen. Er dirigierte das Orchestre national de France bei einem Benefizkonzert für Notre Dame, France Musique widmete ihm die Reihe Grands interprètes. Im Jahr 2022 erhielt er die Bewertung Ordre des Arts et des Lettres, 2024 führte er Rameaus Platée und 2025 Figaros Hochzeit auf.
Helena Hozová
Die Sopranistin Helena Hozová ist eine gefragte Interpretin vor allem barocker
Musik. Sie trat in fast allen Ländern Europas sowie in Südamerika auf.
Sie studierte Gesang am Konservatorium in Pardubice und an der Musikfakultät der JAMU
in Brünn. Sie absolvierte ein Praktikum an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber
in Dresden in der Opernklasse von Christiane Hossfeld und im Fach Alte Musik unter der Leitung von Ludger Rémy.
Sie arbeitete mit der Mährischen Philharmonie Olomouc, der Kammerphilharmonie Pardubice, der Bohuslav-Martinů-Philharmonie Zlín, der Südböhmischen Kammerphilharmonie,dem Symphonieorchester Karlsbad sowie den Ensembles Les Gouts Réunis(Luxemburg), dem Volantes Orchestra, dem Collegium Marianum, Musica Florea und Barocco
sempre giovane. Derzeit arbeitet Helena Hozová vor allem mit dem Ensemble
Collegium 1704 zusammen, das sich auf die Aufführung von Werken der Alten Musik spezialisiert hat. Als Solistin
trat sie bei den Salzburger Festspielen, beim Festival „Chopin und sein Europa“ in Warschau, beim Musikfest Erzgebirge, beim Smetana-Festival in Litomyšl, beim St.-Wenzels-Musikfestivalin Ostrava, in der Konzertreihe „Most Praha-Drážďany“, im Theater an der Wien, im Konzertsaal Zarydadye in Moskau sowie im Centro Nacional de Difusión Musical in Madrid. Sie sang die Rolle der Nicandra in der Oper „Arsilda“ von Antonio Vivaldi unter der Regie von David
Radok und unter der musikalischen Leitung von Václav Luks am Slowakischen Nationaltheater, an der Royal
Opera Versailles, an der Opéra de Lille, am Grand Théâtre de Luxembourg und am Théâtre de Caen.
Im Jahr 2019 absolvierte sie mit dem Ensemble „Duo Siempre Nuevo“ eine Konzerttournee
mit Liederzyklen von A. Dvořák, L. Janáček, M. de Falla und J. Rodrigo in Portugal, Brasilien und Peru.
Außerdem verkörperte sie die Rolle der Galatea in Händels Oper „Acis und Galatea“ beim Festival
„Tage Alter Musik“ in Regensburg, im irischen Sligo, beim Festival „Al’ Improvviso“ im polnischen Gliwice und bei den Sommerfestspielen für Alte Musik in Prag. Derzeit gastiert sie am Nationaltheater in Brünn in der Rolle der Barbarina in „Figaros Hochzeit“. Sie hat eine Reihe von Liedern von Luboš Sluka uraufgeführt, und speziell für ihre Stimme entstanden Lieder von Lukáš Sommer, František Chaloupka oder Miloš Štědroň.
Monika Jägerová
Die tschechische Altistin Monika Jägerová wird für ihre fesselnde, tiefe Stimme und ihre stilistische Vielseitigkeit geschätzt. Ihr Repertoire umfasst Opern des Barock, des Klassizismus, der Romantik sowie zeitgenössische Opern. Sie trat an führenden europäischen Bühnen auf, darunter das Nationaltheater Brünn, L’Opéra Royal du Château de Versailles, das Theater am Gärtnerplatz, die Bergen Nasjonale Opera, das Théâtre des Champs-Élysées, die Oper Köln, das Auditorio Nacional de Música sowie bei den Festivals Oude Muziek Utrecht, Bayreuth Baroque und Dvořákova Praha.
Zu ihren wichtigsten Rollen zählen Bradamante (Alcina), Cornelia (Giulio Cesare in Egitto), Končakovna (Fürst Igor) und die Dritte Frau (Rusalka). Außerdem verkörperte sie die Timanta (Demofoonte), für die sie für den Thalia-Preis 2019 nominiert wurde, und schuf die Rolle der Sasha in der Weltpremiere der Oper „Here I Am, Orlando“ der Komponistin Ľubica Čekovská. Für ihre Darstellung der Cornelia erhielt sie Nominierungen für den Thalia-Preis und den Jantar-Preis 2025.
Auf Konzertbühnen führte sie Dvořáks „Stabat Mater“ mit dem FOK auf und arbeitete mit Ensembles und Orchestern wie der Tschechischen Philharmonie, Les Musiciens du Louvre, Concerto Köln und dem Collegium 1704 zusammen. Sie ist Halbfinalistin des Internationalen Stanisław-Moniuszko-Gesangswettbewerbs in Warschau und Finalistin des Renata-Tebaldi-Wettbewerbs in San Marino. Sie ist Mitbegründerin der Lieder Society, die in Prag Konzerte mit klassischem Liedgut veranstaltet und preisgekrönte Projekte mit Schwerpunkt auf Komponistinnen initiiert (Sláva Vorlová 130, Agnes Tyrrell 180).
Neben ihrer Karriere als Sängerin widmet sie sich auch der wissenschaftlichen Forschung als Doktorandin an der Universität Leipzig, wo sie sich mit Oper, Feminismus und politischer Repräsentation im 19. Jahrhundert beschäftigt.
Aneta Petrasová
Die Mezzosopranistin Aneta Petrasová widmete sich zunächst dem Spiel auf der Flöte, bevor sie an der Musikschule Prag Gesang bei Christina Mrázková Kluge studierte. Sie führte ihre Studien an der Janáček-Akademie für musische Künste in Brünn bei Anna Barová und an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden in der Gesangsklasse von Hendrikje Wangemann, in der Liedklasse von KS Olaf Bär sowie bei Ludger Rémy im Fach Alte Musik fort. Während ihres Studium wurde sie Laureatin verschiedener Wettbewerbe einschließlich des Bohuslav-Martinů-Gesangs- und des Dušek-Mozart-Wettbewerbs. Ihr Interesse gilt insbesondere dem Repertoire des 17. und 18. Jahrhunderts sowie dem Lied.
Seit dem Jahr 2013 arbeitet Aneta Petrasová als Solistin wie auch als Mitglied des Vokalensembles mit dem Dresdner Kammerchor und seinem künstlerischen Leiter Hans-Christoph Rademann zusammen, seit 2015 singt sie bei Collegium Vocale 1704 unter der Leitung von Václav Luks. Mit diesen Ensembles gastierte sie bei renommierten Festivals und auf bedeutenden Konzertbühnen wie bei den Salzburger Festspielen, beim Bachfest Leipzig und Bachfest Stuttgart, bei den Resonanzen Wien, im Wiener Konzerthaus, in der Berliner Philharmonie und beim Festival Alte Musik Utrecht. Seit dem Jahr 2015 arbeitet Aneta Petrasová mit dem deutschen Ensemble AuditivVocal zusammen, das auf zeitgenössische Vokalkunst spezialisiert ist.
Marek Žihla
Der Tenor Marek Žihla studierte klassischen Gesang bei Zbyněk Brabec am Prager Konservatorium und steht derzeit unter der künstlerischen Leitung der Mezzosopranistin Markéta Cukrová.
Seit der Spielzeit 2021/22 gastiert er regelmäßig an der Oper des J. K. Tyl-Theaters in Pilsen, wo er als Evandro in Glucks „Alceste“, als Gouverneur, Ragotski und Vanderdendur in Bernsteins „Candide“, als Lindoro in Rossinis „L’italiana in Algeri“ und in der Titelrolle des Kaisers Titus in Mozarts Oper „La clemenza di Tito“.
In derselben Spielzeit debütierte er am Südböhmischen Theater in České Budějovice als Tenorsolist in Händels „Messias“, wofür er für den Preis „Jihočeská Thálie“ nominiert wurde. Anschließend trat er dort auch als Erster Soldat und Priester in Mozarts „Die Zauberflöte“, als Erster Philister und Bote in Saint-Saëns’ „Samson und Dalila“, in der Tenorpartie der szenischen Fassung von Rybas „Tschechische Weihnachtsmesse“ sowie als Priester in der szenischen Fassung von „Die tschechische Laute“ auf.
Am Mährischen Theater in Olomouc debütierte er in der Rolle des Kaisers Titus (La clemenza di Tito) und verkörperte zudem Belmonte in Mozarts „Die Entführung aus dem Serail“.
In der Spielzeit 2023/24 trat er erstmals auf der Bühne des Nationaltheaters in Prag als Péťa in der Oper „LouTkáček“ auf. In der Spielzeit 2024/25 debütierte er am Mährisch-Schlesischen Nationaltheater als der wandernde Heilkundige Šereda in der Oper „Šarlatán“ von Pavel Haas und gleichzeitig am Nationaltheater Brünn, wo er den Don Curzio in Mozarts „Figaros Hochzeit“ verkörperte. Diese Inszenierung entstand in Zusammenarbeit mit dem Collegium 1704 und dem Théâtre de Caen.
Er ist Preisträger bedeutender Gesangswettbewerbe. Im Jahr 2019 wurde er Gesamtsieger des Bohuslav-Martinů-Liedwettbewerbs, bei dem er zudem den Zora-Jehličková-Preis und den Preis der Stiftung „Život umělce“ erhielt. Im selben Jahr gewann er außerdem in der Kategorie „Opernnachwuchstalente“ beim Internationalen Antonín-Dvořák-Gesangswettbewerb in Karlsbad und erhielt dort 2023 den 2. Preis in der Kategorie „Lied“.
Barocktheater Český Krumlov
Das Barocktheater ist ein Schatz von Český Krumlov, der von Besuchern aus aller Welt besucht wird.