- Programm
In diesem Jahr treten die Festspiele in das zweite Jahrzehnt ihres Lebens. Der 11. Jahrgang findet in der Zeit vom 2. bis 24. August statt. Die Veranstalter bauen auf der begeisterten Zuschauerresonanz bei Konzerten auf, die unter freiem Himmel stattfinden. Nach Meinung der Zuschauer haben diese Abende einen besonderen, durch den ständig lebendigen Atem der Geschichte erhöhten Zauber. Es werden elf Konzerte an Stellen geplant, an denen man Musik normalerweise nicht hören kann, da sie nicht frei zugänglich sind. Auf dem Platz vor der Klosterkirche des Kreuzritterordens mit rotem Stern, im Garten von Kooperativa, pojišťovna, a.s. und am rechten Moldauufer mit Ausblick auf die Schlossterrassen, im zweiten Schlosshof, bzw. an der Barockfontäne im Schlossgarten. Im Laufe der Konzerte werden sowie Kammerwerke, vokalinstrumentale Werke und Opernwerke, als auch Soloauftritte, ggf. Konzerte mit Gastmahl präsentiert. Im Respirium vor der Reithalle findet die Mozartnacht statt, Musik des Mittelalters, sowie der Gegenwart klingt im Lapidarium, von der Zuschauer-Drehbühne sind mehrere Operaufführungen von Verdis Rigoletto zu bewundern, bekannte Musicalmelodien und Opernarien singt Daniel Hůlka in der Begleitung des Tschechischen nationalen Symphonieorchesters unter der Leitung von Petr Vronský. An einem Abend wird der Maskensaal von Musik und Masken belebt.
In diesem Jahr wird jedoch Český Krumlov von katastrophalen Überschwemmungen betroffen. Die Überschwemmungen beeinflussen selbstverständlich auch den Verlauf der Festspiele. Es zeigt sich große und starke menschliche Zusammengehörigkeit vieler Mitwirkender, Festspielpartner, Zuhörer, sowie Veranstalter, die auf das Konto des Wiederaufbaus von Český Krumlov Spenden leisten. Sogar auch diejenigen, deren Auftritt im letzten Moment gestrichen wird, wie zum Beispiel das polnische Schlesische Kammerorchester Katowice, das in seiner Heimatstadt ein Konzert veranstaltet, dessen Erlös den Einwohnern von Český Krumlov gewidmet wird. Eine Spende leistete auch der amerikanische Flötenspieler Robert Stalmann, der mit dem Martinů Quartet am 21. August 2002 auftritt.







